Glaubensverlust und Kunstautonomie

Über die ästhetische Erziehung des Menschen bei Friedrich Schiller und Gottfried Benn


1. Auflage, 2006
448 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5034-5
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Band: 217
lieferbar: 12.04.2006

Schlagwörter: Anthropologie, Ästhetik, Schiller, Friedrich, Ästhetische Erziehung, Geschichtsutopie, Nietzsche, Friedrich, Benn, Gottfried


Die vorliegende Studie bewegt sich im Bereich von Ethik und Ästhetik, um bei zwei so konträr erscheinenden intellektuellen Repräsentanten der Moderne wie dem 'Idealisten’ Schiller und dem 'Zyniker’ Benn eine gemeinsame, im Vertrauen auf die 'rettende' Kraft der Kunst verwandte Tradition ästhetischer Theoriebildung aufzudecken. Im Horizont von Metaphysikverlust und Erkenntniszweifel und angesichts der epochalen politisch-gesellschaftlichen Umbrüche ihrer Zeit analysierten beide Dichter diese Krisen mit einem Deutungsmuster, das die Kunst funktional an die Stelle der Religion rückt. Im Falle Benns, wo diese 'Kunstmetaphysik' zeitweilig mit konkreten, an die Politik geknüpften Verwirklichungshoffnungen aufgeladen war, wird das Ästhetische damit in gefährlicher Weise überlastet.

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Jürgen Brokoff in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 126. Band 2007, 4. Heft, 614ff

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Erika Hammer in: Jahrbuch der ungarischen Germanistik, 2006, 235ff

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Joël Giskes in: Deutsche Bücher, 37. Jg. 2007, Heft 1, 76ff

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Silvio Vietta in: Germanistische Mitteilungen, 68 (2008), 83ff