Doppelbelichtung

Die 50er Jahre in Romanen der Weimarer Jugendgeneration und der 68er-Generation


1. Auflage, 2008
301 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5483-1
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Frankfurter Beiträge zur Germanistik, Band: 47
lieferbar: 16.10.2008

Schlagwörter: Roman, Deutsch, Zeitgeschichte (Motiv), Geschichte 1950-1960, Autobiographie, Erinnerungskultur, Jugendbuchforschung, Weimarer Jugendgeneration, Adoleszenzliteratur, 68er-Generation, Jugendbewegung


Rund sechs Jahrzehnte nach Kriegsende rückt auch die Jahrhundertmitte, als eine Epoche der Übergänge, verstärkt in den Blick der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung. Die Studie untersucht die 1950er Jahre in einer "generationellen Doppelbelichtung": der "Weimarer Jugendgeneration", die in den 50er Jahren jugendliterarische Gegenwartsromane verfasst, und der "Generation der Kriegskinder" bzw. "68er", die in autobiographiebasierten (Jugend-)Romanen ihre Jugend in der Bundesrepublik der 50er Jahre rekapituliert. In der Kontrastierung beider Perspektiven – die "Weimarer Jugendgeneration" ist die Elterngeneration der "68er"– zeichnen sich (bewusste und unbewusste) intergenerationelle Tradierungen ab. Literaturgeschichte wird so als eine Generationen-, Tradierungs- und Beziehungsgeschichte erkennbar. Ausgehend von Theorien der Generationen- und Erinnerungskulturforschung verdeutlicht die Arbeit, wie durch das Deutungsmuster 'Generation' kollektive Erfahrungen erschlossen und inszeniert werden.

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Joanne Sayner in: The Year´s Work in Modern Language Studies, Vol. 70 (2008), 695