Irmgard Keuns Romane der Weimarer Republik als moderne Diskursromane


1. Auflage, 2009
274 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5691-0
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaft, Band: 163
lieferbar: 17.12.2009

Schlagwörter: Gattungstheorie, Popliteratur, Populärkultur, Weimarer Republik, 1920er Jahre, Keun, Irmgard, Neue Sachlichkeit, Neue Frau, Figurenkonstellationen


Irmgard Keuns Weimarer Romane werden zu Recht als Zeitromane verstanden, in denen das (populär)kulturelle Repertoire der Zwanziger Jahre von der Neuen Frau über Schlager und Kinofilme bis zur Metropole Berlin lebendig wird. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Band die narrativen, stilistisch-strukturellen Strategien, mittels derer diese vielfältigen Bezüge verhandelt werden. Dabei erweisen sich die Romane weniger als psychologisch- oder soziologisch-realistische Texte, sondern sie werden als artifizielle intertextuelle und intermediale Anlagen beschrieben, die die Medienrealität der Weimarer Republik plastisch in ihrer determinierenden Kraft auf die Kunst zeigen und letztlich mehr auf die Reflexion der Bedingungen und Möglichkeiten von Kunst in einem zunehmend diskursivierten Umfeld abzielen als auf eine ‚Abbildung der Realität‘. Somit werden Keuns Romane als reflexive, kultur-, medien- und kunstbewusste Diskursromane zwischen Moderne, Avantgarde und Postmoderne dargestellt.

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Claudia Albert in: Germanistik, Bd. 52 (2011), Heft 1-2, 346 [1952]

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Mihaela Petrescu in: German Studies Review, 34/2 (2011), 427f

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Rolf Löchel in: literaturkritik.de, Nr. 7/2010 [http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14551]