Schriftproben von Peter Hammer [Joseph Görres]

Faksimile des Erstdrucks.


Kommentiert v.: Roland Reuß, Caroline Socha
Beitr. v.: Erik Spiekermann

1. Auflage, 2011
72 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5943-0
Sortiment: Buch
Ausgabe: Klappenbroschüre
Fachgebiet: Germanistik
lieferbar: 19.10.2011

Schlagwörter: Heidelberger Romantik, Hammer, Peter, pseudonyme Literatur, Typographie, Buchgeschichte /um 1800, Textkonstituierung, Textualität, Zeitkritik /um 1800, Geschichtsphilosophie /um 1800


Der von Joseph Görres unter dem Druckerpseudonym Peter Hammer herausgegebene Band „Schriftproben“ enthält einen auf drei Bogen gedrucktes, in der Tradition apokalyptischer Schriften stehendes Manifest. Es handelt sich bei ihm um einen der frühesten im Verlag Mohr und Zimmer in Heidelberg erschienenen experimentellen Texte. Unter dem Deckmantel eines typographischen Musterbuches werden, um die Zensur zu umgehen, geschichtsphilosophische Gedanken und zeitgenössische Sottisen publiziert. Zugleich ist typographische Einrichtung des Textes ein substantielles Element seines Gehalts.
Bislang wurde der Text immer nur fehlerhaft herausgegeben. Die vollständige Reflexion der äußeren Parameter des Satzes macht eine formatidentische Reproduktion des Textes notwendig. Der in den bekannten Werkausgaben vorgenommene Neusatz verfehlt die Darstellungsabsicht des Textes. Die Kühnheit des Görresschen Experiments wird erst durch die Neuausgabe des sehr seltenen Druckes wieder wahrnehmbar.
Die Faksimile-Edition enthält neben einer Einleitung, die die poetologische Konzeption des Textes erhellt, einen ausführlichen Kommentar und die Edition von Dokumenten zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

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Holger Böning in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, [Bd. 14] (2012), 233

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Ludger Jorißen in: Germanistik, Bd. 53 (2012), Heft 1-2, 168 [763]

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Karin Buselmeier in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, 2013, Jg. 17, 284f

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Florian Urschel-Sochaczewski in: Editionen in der Kritik, V (2012), 226ff

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Alexandra Stäheli in: Neue Zürcher Zeitung, 29.12.11, Nr. 304, S.42 [http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/kein_blindtext_1.13967415.html]