Skalden

Isländische Dichter des Mittelalters


1. Auflage, 2011
76 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5964-5
Sortiment: Buch
Ausgabe: Kartoniert
Fachgebiet: Germanistik
lieferbar: 05.10.2011

Schlagwörter: Heldensage, Skalden, Skaldendichtung, Kenning, Kunstlyrik /Skaldendichtung, Heiligenpreislied, Lyrik /Island, Lyrik /Norwegen


Die Skaldendichtung – in Norwegen während der frühen Wikingerzeit, im 9. Jahrhundert, zuerst bezeugt, dann seit dem 10. Jahrhundert fast ausschließlich von Isländern gepflegt – ist die älteste volkssprachige Kunstlyrik des mittelalterlichen Europas, älter und auch langlebiger als die provenzalische Trobadordichtung, mit der sie manche Eigenarten teilt. Ebenso wie diese stand sie – zumal in einer Zeit, die ihren Kunstgeschmack am Begriff der „Erlebnisdichtung“ orientierte, – im Verruf, bloße Formkunst, raffinierte Artistik und spitzfindiges Verstandesspiel zu sein. Erst die Überwindung der ästhetischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts machte den Weg frei für eine gerechtere Beurteilung. Die Wiederentdeckung anaturalistischen „Kunstwollens“ seit dem Expressionismus, die Beschäftigung mit dem Manierismus, die Vorliebe für das Artifizielle in der modernen Lyrik: – alles das sollte geeignet sein, der Skaldendichtung über den Kreis der Fachleute hinaus ein aktuelles Interesse zu sichern.

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Karl G. Johansson in: Arkiv för nordisk filologi, 127 (2012), Litteraturkrönika 2011, 190

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Gert Kreutzer in: Island, 19.1 (2013), 58ff

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Odette Butzke in: norrøna, 25. Jg., Nr. 45, Mai 2012, 87

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Rudolf Simek in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, Bd. 141, Heft2 (2012), 272f