Das allgemeine Konzil im Spätmittelalter

Organisation – Verhandlungen – Rituale



Die allgemeinen Konzilien bildeten im Mittelalter zentrale Schnittstellen des Austauschs zwischen der Geistlichkeit und den weltlichen Herrschern. Diese wurden als Foren der Kommunikation genutzt, auf denen strittige Themen, aktuelle politische Belange sowie Reformbestrebungen diskutiert wurden. Gleichzeitig galt es, die getroffenen Entscheidungen sowie das Wesen der Zusammenkunft selbst, die vom göttlichen Geist inspirierte Gemeinschaft, in rituellen Handlungen und öffentlichen Inszenierungen den Beobachtern zu vermitteln und zu bestätigen.

In einem diachronen Überblick über die Konzilien vom 13. bis zum 15. Jahrhundert untersucht diese Arbeit die Herausbildung, Perpetuierung oder auch Neuschöpfung bestimmter Formen und Funktionsweisen dieser Versammlungsart: Welche Besonderheiten der Organisation, der Verhandlungsführung und der Repräsentation kennzeichnen die Konzilien im Mittelalter? Damit wird ein in der Kirchengeschichte und auch den Geschichtswissenschaften weithin anerkannter und breit vertretener Forschungsansatz erstmals zum Prüfstein einer auf die Konzilspraxis ausgerichteten Analyse.

 
 
 

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Jürgen Miethke in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 165 (2017), 473ff

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Heribert Müller in: Theologische Revue, 113 (2017), Nr. 5, 394f

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Sabine Strupp in: Francia-Recensio, 2017/3, Mittelalter – Moyen Âge (500–1500), DOI: 10.11588/frrec.2017.3.41493

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in: Medioevo Latino, XXXVIII (2017), 763 [6642]

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Jörg Füllgrabe in: literaturkritik.de, 1/2017, URL: http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=22811

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