Skepsis und Suggestion

Tacitus als Historiker und als Literat


1. Auflage, 2015
650 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6419-9
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Klassische Philologie
Reihe: Kalliope – Studien zur griechischen und lateinischen Poesie, Band: 12
lieferbar: 19.02.2015

Schlagwörter: Tacitus, Römisches Reich, Germanicus, Agricola, römische Politik, römisches Kaisertum, römischer Senat, römische Geschichtsschreibung, römische Historiographie, Bataver, Annalistik, 1. Jahrhundert


Tacitus ist ein skeptischer Historiker und ein suggestiver Literat. Er zweifelt, ob sich „die Wahrheit“ in der Geschichte des 1. Jahrhunderts n. Chr. für das tatsächliche Geschehen (etwa den Tod führender Persönlichkeiten wie den des Germanicus) oder gar für die Motive der Akteure erkennen lässt Als Literat aber bemüht er sich mit suggestiven Mitteln (etwa dem Anführen von angeblich zeitgenössischen Gerüchten oder von Reden historischer Personen), den Leser zu einer bestimmten Version oder Interpretation zu leiten. Mit einer Enthüllungstechnik unterscheidet er besonders beim Kaiser Tiberius zwischen Schein und Sein. Dass Tacitus historisches Material mit literarischen Techniken wie Selektion und Disposition überformt, zeigt sich auf vielen anderen Gebieten: bei Themen wie Jahresberichten, Überblicken, Vorverweisen, Buchgliederung, Exkursen, Episoden, Charakterbildern; beim Vergleich mit einer älteren historischen Überlieferung; sogar bei seiner politischen Selbstdarstellung.

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Dennis Pausch in: Gnomon, 89 (2017), Heft 1, 74ff

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Yasmina Benferhat in: Anzeiger für die Altertumswissenschaft, LXVIII (2015), Heft 3/4, 231ff

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Erich Merkel in: Histos, 9 (2015), clxxiii ff

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Isabelle Künzer in: H-Soz-u-Kult, 26.10.2015, URL: http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-24210