Wechselrahmen

Medienhistorische Fallstudien zum Romananfang des 13. Jahrhunderts


82,00 € *

1. Auflage, 2017
469 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6654-4
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Studien zur historischen Poetik, Band: 22
lieferbar: 13.04.2017

Schlagwörter: Rezeptionsästhetik, Poetologie, Narratologie, Erzähltheorie, Heldenepik, Mediengeschichte, Wigalois, 13. Jahrhundert, Erzählrahmen, Paratexte, Wigamur, Flore und Blanscheflur, Wirnt von Grafenberg, Konrad Fleck, Mittelalter


Die vorliegende Studie unternimmt eine medien- und sozialhistorische Neubeschreibung des Erzählanfangs mittelhochdeutscher Romane, den die Forschung aufgrund seiner scheinbaren Konventionalität bislang oft vernachlässigt hat. Im Kontext der semi-oralen Rezeptions- und Performanzsituation des Mittelalters werden Varianzen in der Überlieferung des Texteingangs nicht als Verderbnis betrachtet, sondern ihnen wird eine kommunikative Funktion zugeschrieben.

Anhand detaillierter Einzelanalysen dreier Romane aus dem 13. Jahrhundert (‚Flore und Blanscheflur‘, ‚Wigalois‘, ‚Wigamur‘) wird die erzähltechnische und rezeptionslenkende Funktion des variablen Anfangsrahmens untersucht, die Rückschlüsse auf die (epochenspezifische) Wahrnehmung von Welt erlaubt. Mit dem textanalytischen Modell des ‚Wechselrahmens‘ und der detaillierten Betrachtung paratextueller Elemente eröffnet die Studie neue Perspektiven auf den Erzählanfang als integralen Bestandteil des mittelalterlichen Romans.

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Marianne E. Kalinke in: Journal of English and Germanic Philology, 118.2 (2019), 295-298