Die aristotelische Logik – erklärt von ihren antiken Interpreten


1. Auflage, 2017
393 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6727-5
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Philosophie
Reihe: Studien zu Literatur und Erkenntnis, Band: 10
lieferbar: 23.03.2017

Schlagwörter: Aristoteles, klassische Logik, Kommentarliteratur, Aristelismus, Platonismus, Sprachphilosophie, Axiomatik, Boethius, Simplikios, Johannes Philoponos, Syllogistik, Aussagesatz, Widerspruchsaxiom, Frege, Gottlob, Mathematik


Die Schriften der aristotelischen Logik sind in der Spätantike außergewöhnlich intensiv kommentiert worden. Die auch heute noch mit dem Titel ‚Organon‘ bezeichnete Textsammlung der logischen Schriften des Aristoteles wird von den spätantiken Interpreten als Einheit aufgefasst, die von den ‚Kategorien‘ bis zur ‚Poetik‘ reicht. Ihre Bezeichnung als ‚Organon‘ hat die Textsammlung von der ihr zugewiesenen Funktion erhalten: Denn es besteht zwischen den spätantiken Interpreten Konsens darüber, dass die aristotelische Logik ein ‚Organon‘, ein Werkzeug, nicht aber ein Teil der Philosophie ist. Die zentrale Frage, um welche die Untersuchung des Grundcharakters der aristotelischen Logik gemäß ihren antiken Interpreten kreist, lautet daher, inwiefern die aristotelische Logik ein Werkzeug der Philosophie – und auch der Mathematik – ist und nur sein kann. Erst von dieser dienenden Funktion der Logik her wird der inhaltliche Zusammenhang zwischen den einzelnen Schriften des ‚Organon‘ und der weite Begriff von Logik in dieser Tradition verständlich.

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Luca Gili in: Bryn Mawr Classical Review, 2018.04.60, URL: http://bmcr.brynmawr.edu/2018/2018-04-60.html