Theatergeschichte als Disziplinierungsgeschichte?

Zur Theorie und Geschichte der Theatergesetze des 18. und 19. Jahrhunderts



Der sechste Band der Reihe ‚Proszenium. Beiträge zur historischen Theaterpublikumsforschung‘ widmet sich den Hausordnungen, Verordnungen, Regularien, Reglements, Regulativen, Statuten und Theatergesetzen im Bühnenwesen des deutschsprachigen Raums von 1750 bis 1900. Im Zuge einer durchgreifenden Professionalisierung des Spielbetriebs gerieten Schauspielerin und Schauspieler in den Fokus der Normierungsbestrebungen, die im Laufe der Zeit auch die technischen Abläufe vor und hinter der Bühne erfassten. Die Genese der Paragraphenwerke gestaltet sich im Widerspiel von Normkompetenz und Gesetzesbruch, Anpassung und Sanktionierung, Ausdifferenzierung und Zuständigkeitswahrung, Ablaufstrukturierung und Überregulierung.

 
 
 

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