Hofoper in Schwetzingen

Musik – Bühnenkunst – Architektur


1. Auflage, 2004
448 Seiten

ISBN: 978-3-8253-1524-5
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Geschichte
lieferbar: 06.07.2004

Schlagwörter: Schwetzingen, Schloss, Rokokotheater, Oper, Geschichte, Pigage, Nicolos de, Schwetzinger Schloßtheater, Operngeschichte, Schwetzinger Oper


Das Schloßtheater in Schwetzingen ist ein historisches und architektonisches Kleinod von besonderem Rang: Fünf Jahre vor seinem Pendant in Ludwigsburg eröffnet, ist es nicht nur das älteste erhaltene Theater in Baden-Württemberg, sondern darüber hinaus das älteste erhaltene Rangtheater weltweit. Erbaut von Nicolas de Pigage, festlich eröffnet am 15. Juni 1753 mit der Oper Il figlio delle selve von Ignaz Holzbauer, war es ein Vierteljahrhundert lang - in den wichtigsten Jahren einer europäischen Opernreform, die die Grundlagen für das Musiktheater bis weit in das 19. Jahrhundert hinein legte - ein Ort, an dem die Operngeschichte wie unter einem Brennglas fokussiert aufscheint; nirgendwo sonst in Europa war der Opernspielplan so vielfältig wie hier.
Nach der Übersiedelung des Kurfürsten Carl Theodor nach München fiel das Schwetzinger Schloßtheater und mit ihm seine glorreiche Zeit als Opernhaus dem Vergessen anheim. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Trockenraum für Hopfen genutzt, wurde es erst im Jahr 1937 wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt und ist heute international bekannter Spielort der Schwetzinger Festspiele.
Zur Feier des 250jährigen Bestehens des Theaters im Jahr 2003 wurde im Rahmen der Festspiele die Eröffnungsoper Il figlio delle selve von Ignaz Holzbauer wieder aufgeführt und mit dem thematischen Schwerpunkt Mannheimer Schule der glanzvollen Epoche der Regentschaft des Kurfürsten Carl Theodor gedacht. Dieses Jubiläum war der Anlaß für die vorliegende Publikation.
In langjähriger Forschungsarbeit hat die Forschungsstelle Mannheimer Hofkapelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften das Material für dieses Buch zusammengetragen und wissenschaftlich erschlossen. Die neuen Ergebnisse werden allerdings nicht in einer ausschließlich für die engeren Fachkreise bestimmten Buch gleichsam vergraben, sondern für einen größeren interessierten Leserkreis aufbereitet und in reich bebilderter Form veröffentlicht. Gerade das Bildmaterial, das hier überwiegend zum ersten Mal publiziert wird, macht aus dieser Veröffentlichung ein herausragend schönes Buch, in dem Wissenschaft und Repräsentation zu einer Einheit verschmelzen.

Inhalt:
- Sommer in der Campagne - Impressionen aus Schwetzingen (Bärbel Pelker)
- Arkadien auch in Schwetzingen? (Ralf Richard Wagner)
- Europa unterm Brennglas (Silke Leopold)
- Bühne und Maschinerie des Schwetzinger Schloßtheaters (Hans-Joachim Scholderer)
- Stephan Schenck & Lorenzo Quaglio (Friedrich Teutsch)
- Bühnengestaltung für die Sommerresidenz (Annette Frese)
- Nicolas de Pigage (Annette Frese)
- Bretterbude? Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte des Theaters (Monika Scholl) und
Ergebnisse der Bauforschung (Peter Knoch)
- Zeitzeugen berichten (Bärbel Pelker)
- Chronologie zu Musik und Theater in Schwetzingen (Bärbel Pelker)
Das Opernrepertoire mit Besetzungs- und Inhaltsangaben sowie eine ausführliche Bibliographie runden das Buch ab.

Hofoper in Schwetzingen wird das erste Buch über die Geschichte des Schwetzinger Operntheaters im 18. Jahrhundert sein und damit über eines der bedeutendsten Opernzentren Europas in Zeiten der Aufklärung, von der der gesamte Spielplan zur Zeit Carl Theodors geprägt war.

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Bernd Zegowitz in: Das achtzehnte Jahrhundert, Jg. 29, Heft 2 (2005), 262f

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Georg Günther in: Musik in Baden-Württemberg - Jahrbuch, 2005, Bd. 12, 222f

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S. Martens in: Das Opernglas, 5/2005, 71

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in: Scala, Dezember 2004 (14. Jg.), 35