Der physiologische Bildungsroman im 19. Jahrhundert

Selbstformung, Leistungsethik und organischer Wandel in Naturwissenschaft und Literatur


1. Auflage, 2009
433 Seiten

ISBN: 978-3-8253-5574-6
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Anglistik/Amerikanistik
Reihe: Anglistische Forschungen, Band: 398
lieferbar: 13.05.2009

Schlagwörter: Dickens, Charles, Ruskin, John, Bildungsroman, englischer, Subjektkonzepte, Selbstformung, Physiologie, Materialismus, Leistungsethik


Subjektkonzepte des 19. Jahrhunderts geraten durch die Konfrontation zwischen naturwissenschaftlichem Materialismus und bürgerlicher Leistungsethik in Aporien. Die vorliegende Studie vereint literatur-, kultur- und naturwissenschaftsgeschichtliche Perspektiven und demonstriert, daß sich die narrative Struktur des Bildungsromans und die ihr zugrunde liegende bürgerliche Ideologie der Selbstformung auch in naturwissenschaftlichen Schilderungen der Zeit wiederfinden, während umgekehrt der viktorianische Bildungsroman selbst durch naturwissenschaftliche Diskurse geprägt ist. Die physiologische Metaphorik des Bildungsprozesses – die Auffassung vom Menschen als formbarem 'Material' – kann von der Versöhnung des Individuums mit seiner Umwelt, aber auch von endgültiger Dissonanz erzählen. Behandelte Autor/innen sind neben deutschen und französischen Intertexten u.a.: Arnold, Bain, Carlyle, Carpenter, Darwin, Dickens, Eliot, Hardy, Huxley, James, Lankester, Lewes, Machen, Maudsley, Mill, Pater, Ruskin, Smiles, Spencer, Sully, Wells, Wilde.

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Anna-Margaretha Horatschek in: Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik, Vol. 60.1 (2012), 93ff

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Andrea Gutenberg in: Anglistik, 22.2 (2011), 168f

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Dirk Vanderbeke in: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch, 52. Bd. (2011), 449ff