Die Ethik des satirischen Schreibens

Karl Kraus, Hermann Broch und Robert Musil


35,00 € *

1. Auflage, 2015
253 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6504-2
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Germanistik
Reihe: Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge], Band: 342
lieferbar: 30.11.2015

Schlagwörter: Kraus, Karl, Broch, Hermann, Musil, Robert, Satire, Literarische Ethik, Literarische Moderne, Poetologie, Gattungsgeschichte, satirisches Schreiben, Moral, Kulturkritik, 20. Jahrhundert


Die Erfahrung des Ersten Weltkriegs führt bei vielen Autoren zu einer literarischen Auseinandersetzung mit Fragen der Moral. Karl Kraus, Hermann Broch und Robert Musil setzen hierfür gezielt satirische Verfahrens- bzw. Schreibweisen ein. In poetologischen Essays entwickeln sie unterschiedliche Satirebegriffe, die mit der heutigen Lehrmeinung zum Satirischen kaum vereinbar sind.

Auch ihre jeweiligen Hauptwerke sind von diesen spezifischen Satirekonzepten geprägt: Kraus’ Weltkriegsdrama ‚Die letzten Tage der Menschheit‘ von der „Sprachsatire“, Brochs Romantrilogie ‚Die Schlafwandler‘ von der „Absolut-Satire“ und Musils Roman ‚Der Mann ohne Eigenschaften‘ von seinem „sozial-utopischen Humor“. In der erstmaligen Verbindung der Forschung zum Satirischen einerseits und der zu den Formen und Möglichkeiten literarischer Ethik andererseits wird untersucht, wie mittels satirischen Schreibens ethische Reflexion über moralische Vorstellungen funktionieren kann, ohne moralisierend zu belehren.

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Vera Podskalsky in: Germanistik, Bd. 57 (2016), Heft 3-4 [5626]

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Christian van der Steeg in: Musil-Forum, Bd. 34 (2015/2016), 303ff