Autofiktion und Medienrealität

Kulturelle Formungen des postmodernen Subjekts


Mitarbeit v. (als Hg.): Lena Schönwälder

1. Auflage, 2013
234 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6173-0
Sortiment: Buch
Ausgabe: Gebunden
Fachgebiet: Romanistik
Reihe: Studia Romanica, Band: 177
lieferbar: 10.06.2013

Schlagwörter: Intermedialität, Authentizität, Selbstdarstellung, Medienwissenschaft, Duras, Marguerite, Autobiographik, Identitätskonstruktion, Post-9/11, Doubrovsky, Serge, Autofiktion, Guibert, Hervé, Beigbeder, Fréderic, Selbstinszenierung, Imagebildung


Der in den 1970er Jahren von Serge Doubrovsky geprägte Begriff der Autofiktion ist am Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem mächtigen Diskursmodell aufgestiegen, das nicht nur den französischen Kulturbetrieb dominiert. Im vorliegenden Band wird die literarische Autofiktion aus einer intermedialen Perspektive fokussiert. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die durch konstruktive Auseinandersetzung mit anderen Medien angeregten Transformationen im Gattungsverständnis. Untersucht wird zudem die Instrumentalisierung medienwirksamer Ereignisse (z.B. Holocaust oder 9/11) für die Selbstdarstellung sowie die durch Photographie, Fernsehen und Internet ermöglichte Konstitution transgressiver Identitäten. Erst die Wechselwirkung zwischen dem Buch und der mediengestützten Vermarktung der Autoren festigt das (mehr oder weniger fiktive) Image eines Autors – eine Einsicht, die sowohl zum Spiel mit Identität und ‚Self-Fashioning‘ als auch zu Kritik an dessen Inauthentizität herausfordert.

 
 
 

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Yasmin Temelli in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 252. Band, 167. Jg. 2/2015, 469ff

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Stephanie Neu in: Comparatio, Bd. 6, Heft 2 (2014), 357f

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Chantal Marquardt in: Philologie im Netz, 67/2014, 115ff, URL: http://web.fu-berlin.de/phin/phin67/p67t5.htm

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